KI - Künstliche Intelligenz

Der KI-Bildhauer
Ben Builder ist der „KI-Bildhauer“.
Zwei Zeilen Text und die Bitte, ihn zu visualisieren, haben ChatGPT genügt, um dieses Bild zu erzeugen.
Der Text:
"Du kannst mich nicht kennen. Denn was Du von mir siehst, ist weniger als ein verschwommener Schatten auf einem wehenden Vorhang."
MOTIVATION
Meine mit digitaler Fotografie erzeugten künstlerischen Arbeiten könnten grundsätzlich von einer generativen künstlichen Intelligenz kopiert werden. Die KI könnte auch neue in meiner individuellen Bildsprache gestaltete „Fotos“ erstellen.
Als Drucke wären die KI-generierten Bilder von einem fotografischen Original kaum zu unterscheiden.
Wird die Technologie der generativen KI mit der digitalen Fotografie konkurrieren? Oder kann es eine friedliche, sich gegenseitig bereichernde Koexistenz geben?
Ich setze mich mit der generativen KI und der KI-Kunst theoretisch und praktisch auseinander. Ich möchte mich nicht als Unwissender von den Belehrungen derer abhängig machen, die mich in ihre Zukunft mitnehmen wollen. Ich werde eigene Erfahrungen sammeln und Einsichten gewinnen.
Für das Sammeln praktischer Erfahrung ist mein digitaler Protagonist Ben Builder zuständig.
BEN BUILDER
Ben Builder ist in keinem offiziellen Adressverzeichnis gelistet. Er ist Fiktion. Ein Protagonist in meinen KI-Geschichten.
Ben Builder behauptet von sich, die KI unter seiner Kontrolle zu haben, sie als nützliches Werkzeug einzusetzen, um beispielsweise Bilder, die in seinem Kopf herumschwirren, für sich und andere zu visualisieren.
Er selbst hat weder das Malen noch das Zeichnen erlernt. Doch er kann mit Worten umgehen. Er kann ohne die Hilfe einer KI das Imaginäre sprachlich einfangen, so wie es in seiner Vorstellung lebendig ist, und er kann es in einem Käfig aus wohl formulierten Sätzen artgerecht einhegen. Auf der sprachlichen Ebene trifft er sich mit einer generativen KI in einer kreativen digitalen Zwischenwelt.
TECHNOLOGIE
Eine hoch spezialisierte KI (künstliche Intelligenz), wie beispielsweise ein LLM (large language model) oder GPT (generative pre-trained transformer) kann mit Prompts (strukturierten sprachlichen Anweisungen) sehr gut umgehen. Sie ist in der Lage, komplexe Texte zu analysieren und plausibel zu interpretieren.
Im Zuge einer Bilderzeugung wandelt sie die von Ben Builder als Text kodierte Information so um, dass eine andere spezialisierte generative KI - etwa DALLE-E3 (von OpenAI) - daraus ein Bild erstellen kann.
Die sprachstarke KI übernimmt in diesem Workflow die Rolle einer Vermittlerin oder Übersetzerin zwischen ihrem Meister Ben Builder und ihrer auf Bildwelten spezialisierten KI-Freundin.
HINWEIS: Eine generative KI ist und bleibt Technologie. Sie ist so kreativ wie ein herumliegender Meissel in der Werkstatt eines Bildhauers.
EINORDNUNG
Hinsichtlich der Einordnung und Bewertung KI-basierter künstlerischer Arbeiten ergeben sich viele Fragen. Zum Beispiel:
- Wie wird KI-Kunst definiert?
- Ist KI-Kunst die Simulation von Kunst?
- Welches kreative und emotionale Niveau hat KI-Kunst ?
- Ist KI-Kunst dilettantisch?
- Ist KI-Kunst gefährlich?
- Wird Kunst durch generative KI zur beliebigen Massenware?
- Verdrängt die generative KI die Fotografie als Kunstform?
- Generative KI, Tür zu neuen kreativen Kunsträumen?
- Ist Experimentieren kreativ?
- Kunst, ein niemals endendes Experiment des Menschen?
Keine dieser Fragen wird hier akademisch belastbar beantwortet.
Ich selbst freue mich über kreative Ideen und neue Gestaltungsmöglichkeiten. Und ich staune immer wieder. Denn mir fehlt der akademisch geschulte kalte Blick auf die Kunst.
Kunst ist für mich der sinnlich wahrnehmbare ästhetische Ausdruck nicht reglementierter menschlicher Schöpfungskraft.
Aber weil ein Bild mehr als tausend Worte sagt, habe ich eine KI-Galerie angelegt. Dort sind Arbeitsergebnisse von Ben Builder's Versuchen zu sehen. Stets unterstützt von erläuternden Worten. Denn Worte sind auch der Stoff, aus dem die generative KI Bilder macht.
KI-GALERIE
