• KI-GALERIE

    Ich habe für meinen digitalen Protagonisten Ben Builder einen Showroom für die Ergebnisse seiner kreativen Arbeit mit der generativen KI eingerichtet.


    In der KI-Galerie kann man ungestört -  sozusagen unter akademischen "Quarantänebedingungen" -  KI-generierte Bilder betrachten. Die sind hier zuverlässig von der "wahren" Kunst abgegrenzt und können sie von diesem Ort aus nicht gefährden.


    Ein Vergleich der KI-Bilder mit der Fotografie, der Grafik, der Malerei oder der Zeichenkunst liefert Anhaltspunkte für eine Einordnung. Manche KI-Bilder widersetzen sich dieser Einordnung hartnäckig durch ihre ungewöhnliche eigene Bildsprache und irritierende Wirkung.


    (B.L.S. 2026)

  • KEIN PR-PROJEKT FÜR GUTE LAUNE

    Die hier gezeigten KI-generierten Arbeiten sind metaphorische Auseinandersetzungen mit gesellschaftlichen und technologischen Umbrüchen.


    Ben Builder nutzt seine KI-Werkstatt für Versuche mit gedanklichen, im Kern sprachlichen Entwürfen. Dann ist er ein KI-Bildhauer, der hofft, dass sich nach dem letzten Hammerschlag etwas Gutes aus dem digitalen Staub schält.


    Seine mit der generativen KI erzeugten Arbeitsergebnisse sind keine biografischen Selbstbeschreibungen. Er ist weder Pessimist noch Optimist, kein Melancholiker, kein Satiriker, auch kein Nerd oder Witzbold.


    Die Bilder werfen Fragen auf, sie symbolisieren keine Diagnosen und geben keine Antworten. Gelgentlich findet sich ein höchst ernst gemeintes Augenzwinkern.


    Gelungen sind sie, wenn die Betrachter ihnen Relevanz zubilligen.

  • Geburt des Bewusstseins

    Das Bild entstand auf der Basis eines Chats zum Thema "autonomes KI-Bewusstsein". Es symbolisiert dessen hypothetisches spontanes Entstehen aus einer künstlichen Intelligenz.


    Hier hat Ben Builder keinen detaillierten Prompt verwendet. Auf gezielte Anfrage hat ChatGPT aus dem Chat-Kontext heraus einige Vorschläge angeboten. Die finale Auswahl erfolgte durch Ben Builder.

  • Das, was bleibt, wenn der Strom ausfällt: Kunst

    Mit einem einzigen kurzen Prompt hat Ben Builder dieses kleine Statement generieren lassen. Es gab keinen Widerspruch vonseiten der KI.


    Es symbolisiert eine nicht zu leugnende einzigartige Überlegenheit der biologischen kreativen Schöpfungskraft. Sie funktioniert ohne Strom. Und allein das garantiert ihr Fortbestehen.

  • Achtsamkeit neu definiert

    Diese Darstellung obsessiver Smartphone-Fixierung war einer von Ben Builder's ersten Versuchen einer Bilderzeugung mithilfe von ChatGPT.


    Ein kurzer Prompt mit einer Vorgabe des Zeichenstils und der knappen Beschreibung der Szene im Tal führte direkt zum gewünschten Ergebnis. Die Farbwahl übernahm die generative KI.

  • Museum für zeitgenössische Kunst 2133

    Auch für dieses Bild war nur ein knapp formulierter Prompt nötig.


    Die Bildidee von Ben Builder fußt auf der Meldung eines wissenschaftlichen Fundes in einer Höhle auf der indonesischen Insel Sulawesi. Dort wurden Handabdrücke identifiziert, die mindestens 67.800 Jahre alt sind.


    Wohin wird uns die künstliche generative Intelligenz führen? Hin, zu neuen digitalen Kunsträumen, weg von aller rein menschlich gestalteten Kunst? Oder zurück in die „gute alte Zeit“?

  • Die kümmerliche Welt der Blasen

    Die Idee zu diesem Bild hat Ben Builder nicht mehr losgelassen. Die Bilderstellung war extrem aufwendig und langwierig. Trotz eines sehr umfangreichen und präzisen Prompts waren zahlreiche Korrekturschleifen und mehrere komplette Neustarts nötig, um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen.


    Menschliche Körper in einer Blase darzustellen, war offenbar zu komplex für die KI. Stehende Menschen ragten oben aus der Blase heraus oder sie steckten bis zur Hüfte im Boden. ChatGPT konnte die Blasengröße auch mit konkreten Angaben zu den Proportionen nicht an verschieden große Gestalten anpassen.


    Dabei zeigte sich, dass bei der Bilderzeugung nicht beliebig viele Korrekturschleifen aneinander gehängt werden können. Es entstehen irgendwann absurde und teilweise sprunghaft übetriebene Änderungen im Bild.


    So ist dieses Bild auch ein Beispiel dafür, dass eine kluge Anpassung des Prompts schneller zu einem Egebnis führt, als stures Festhalten an sämtlichen Details der ursprünglichen Bildidee.


    Der Kompromiss bestand am Ende darin, dass Ben Builder die Menschen auf dem Boden hockend darstellen ließ.


    Abschließend waren noch kleinere Korrekturen in einem Bildbearbeitungsprogramm erforderlich.

  • Tanzendes Klima im Wandel

    Dieses Bild basiert auf einem Gedicht von B.L.S.. 


    Ben Builder hatte für die Visualisierung lediglich den Kunststil "Expressionismus" und die Maltechnik "Acryl auf Leinwand" ergänzt.


    Das erste Ergebnis war langweilig und banal. Ein kurzer Prompt mit vereinfachter Szenerie war erforderlich.  Die von der generativen KI erzeugte Bildidee,  die Malweise und die Farbgebung wurden unverändert übernommen. 


    Das Ergebnis sieht man hier.



    Text:


    ER IST UNTER UNS


    Klimawandel?

    Gibt es nicht!


    Doch wer steht da.

    Seht sein Gesicht.


    Schon brennt sein Lächeln Wälder nieder.

    Schon bringt sein Weinen Regenflut.

    Bald ist er fort, schnell kommt er wieder. 

    Fast wie ein Vagabund es tut.


    Hat er es eilig, wird er Sturm.

    So trifft er jeden, irgendwann.

    Das helle Licht auf schlankem Turm

    fegt er hinweg, nur weil er's kann.


    Und wenn der Staub sich langsam legt,

    hats den Planeten kaum bewegt.

    Nur die, die hier herumgeschlichen,

    sind einer stärkeren Macht gewichen.


    B.L.S. (2024)

  • Im Schutze der Bürokratie

    Wer schon einmal damit konfrontiert war, ein wichtiges Anliegen unversehrt durch einen bürokratischen Apparat bringen zu müssen, versteht dieses KI-Bild unmittelbar.


    Auch ChatGPT hatte beim ersten Anlauf zur Umsetzung des von Ben Builder erstellten Prompts sofort das, worum es ging, korrekt analysiert und daraus diese makabre Szenerie erzeugt.


    Ein hilfreicher Punkt in Ben Builder's Prompt war möglicherweise der Hinweis auf die Stimmung des Bildes: " ... wie bei einer Schlacht des ersten Weltkriegs in Verdun." 



    HINWEIS: Mit Verweisen auf kulturell breit bekannte Szenarien oder Bildmuster lässt sich der Formulierungsaufwand in einem Prompt oft verringern. Das ist einfach nur Statistik.

  • Verloren im Netz

    Auch hier wurde ein Gedichttext von B.L.S. unmittelbar ohne Prompt von der KI visualisiert. Die anfängliche Stilvorgabe war die Aquarelltechnik.


    Der erste Entwurf wäre vorzeigbar gewesen, doch wirkte er langweilig und kraftlos. Diese "halbgaren" Lösungen, die man bei einem Kunststudenten möglicherweise als provokante Lustlosigkeit oder schlichte Uninspiriertheit deuten würde, kommen im Zuge von Bilderzeugungen durch die KI immer wieder vor. 


    Es ist naheliegend, dass in solchen Fällen das Textmaterial, das ChatGPT analysieren soll, keine ausreichenden Informationen für die Umsetzung in eine prägnante, pointierte oder emotionale Darstellung enthält. - "Garbage in, garbage out."


    Dann muss mit einem Prompt in die Bildgestaltung eingegriffen werden. 


    Für das finale Bild hat Ben Builder die Zahl der Flaschen und die Art des Netzes präzisiert. Gleichzeitig hat er eine fotorealistische Darstellung vorgegeben.


    In der anschließenden Bildkomposition hat die KI  autonom die Positionierung der Objekte zueinander und im Bild, die Lichtführung und die Bildschärfe gestaltet.



    HINWEIS: Eine KI wie ChatGPT hat keine Stimmungen. Sie kann weder uninspiriert, lustlos noch genervt sein. Sie hat keine Emotionen, keine eigene Persönlichkeit und keine eigenen Absichten – auch wenn ihre Antworten mitunter so wirken können.

    Was sie liefert, sind Ausgaben eines Rechenverfahrens: mal präzise, mal unvollständig, manchmal falsch.

    Ben Builder ist dabei weder Freund noch Meister, noch ‘zahlender IT-Kunde’ der KI, sondern Teil des Gesprächssystems: ein Element des Chats.




    Text:


    Verloren im Netz


    Millionenfache Flaschenpost

    von schiffbrüchigen Robinsons.

    Zeitlose Sendungen

    ohne Adressaten.


    Leben, hinein erzählt ins hohle Glas.

    Verschlossen mit weinendem Kork.

    Von der Leere der Hoffnung getragen.

    Nie gelesen. - Nie beantwortet.


    Überbleibsel der Vergessenen.


    Das Web ist ein Flaschenmeer.


    B.L.S. (2018)

  • Allein aufrecht

    Ein Gedicht von B.L.S. als Aquarell.


    Der erste Versuch von ChatGPT hatte bereits ohne formulierten Prompt ausgezeichnet gepasst.


    Ben Builder wollte jedoch die junge Frau nicht in der ursprünglich angebotenen halbnahen Darstellung zeigen, sondern frei stehend auf der Eisfläche.


    Ein kurzer Einzeiler hat für die Umsetzung des Perspektivwechsels genügt.



    Text:


    Allein


    Unterwegs

    auf einem zugefrorenen Ozean.


    Dein Blick geht nach oben.

    Milliarden Sonnen,

    die das Eis nicht tauen.


    Frei!


    Denke einen Weg über das Eis.


    B.L.S. (1988)



    HINWEIS: Erfahrungsgemäß führen Vorgaben in einem gewählten Mal- oder Zeichenstil oft schneller zu überzeugenden Ergebnissen als fotorealistische Umsetzungen – beispielsweise bei der Visualisierung von Lyrik.

  • Wo ist Dein Gesicht?

    Dieses Bild ist sehr nah dran an der Mensch zu Computer Problematik. Es entstand ebenfalls aus einem Gedichttext von B.L.S.


    Das erste Bildergebnis war auch hier ohne detaillierten Prompt zügig da. Und es war schon überraschend komplex.


    Das florale Detail im Rücken der Person wurde noch mit einer separaten Anweisung ergänzt.


    Man könnte vermuten, dass eine KI zu der im Gedicht formulierten Problematik einen besonderen Bezug hat. Schon weil viele ihrer Trainingsdaten aus digitalen Kommunikationsräumen stammen, in denen Abhängigkeit, Überforderung oder Vereinsamung häufig thematisiert werden.



    Text:


    Digital Captive


    Du wirst zum Verlierer.

    Du glaubst das nicht?

    Schau in den Spiegel.

    Dort ist kein Gesicht.


    Schon bist Du ein Schatten

    aus Einsen und Nullen.

    Digital ohne Not.


    In die Wolke entfliehen?

    Unsterblich sein?

    Bist Du nicht längst tot?


    Geordnet nach Zahlen

    verliert die Schöpfung den Halt.

    Leben zerläuft,

    hat keine Gestalt.


    Dasein ist Chaos,

    ist sanfte Gewalt,

    voll Vergnügen und Qual,

    hitzig und kalt.


    Ertrage die Mühsal,

    die Wirrnis in Dir.

    Verkrall Dich im Leben.

    Bleib hier!


    B.L.S. (2017)



    HINWEIS: Wie und womit ein GPT trainiert wurde und wird, bleibt einem Nutzer wie Ben Builder als Laie verborgen – und er könnte es ohnehin nicht vollständig nachvollziehen. Ebenso bleibt für die allermeisten Nutzer rätselhaft, wie die KI Trainingsdaten im Einzelnen verarbeitet und verwendet. Selbst Fachleute können inzwischen nicht mehr jeden Schritt transparent erklären, der im digitalen ‚Denkraum‘ eines großen Sprachmodells abläuft.

  • Illegale Abrissarbeiten

    So scheinbar geschmeidig die Bildgenerierung auf Basis eines Gedichts funktionieren kann, so frustrierend verlaufen manche Versuche mit umfangreichen, sehr detaillierten Prompts.


    Bei einem Gedicht ist man offen für überraschende Bildvorschläge. Die Bildgenerierung verläuft entspannt und die Überraschungen sind gern gesehen.


    Die Frustration steigt mit dem Detailreichtum der Bildidee. Die Erwartungshaltung ist dann besonders hoch.


    Frustration war Ben Builders Arbeitsgefühl bei diesem Bild. Nicht nur aufgrund des ernsten Themas. Das gestalterische Bemühen verpuffte auch hier in zahlreichen Fehlversuchen. Am Ende ging es nur noch mit einer reduzierten, weniger komplexen Anforderung weiter.


    Die erste Bildidee, mit einer vom Sternenbanner umhüllten Freiheitsstatue, wurde zu einer Lachnummer auf der Basis einer von der KI eingeführten eigenen Physik.


    Dann gab es wieder Schwierigkeiten mit unterschiedlichen Proportionen, in diesem Fall bei den Baumaschinen. - Niemand würde bei solch einer Baustelle Spielzeugbagger einsetzen. ChatGPT offenbar schon. - Und die aus dem Nichts herausragenden zusätzlichen Baggerarme hat die KI wohl herbei halluziniert.


    Das KI-generierte Endergebnis wurde von Ben Builder noch mit einem Bildbearbeitungsprogramm ohne KI korrigiert. Das finale Bild ist hier zu sehen.



    HINWEIS: Und wieder: ‚Garbage in, garbage out.‘  Diese Erkenntnis ist einerseits richtig, aber andererseits auch unerquicklich.

    Einen Prompt so detailreich und plausibel zu formulieren, dass die KI ihn ohne Nacharbeit unmittelbar in das gewünschte Bild umsetzt, ist mit vertretbarem Zeitaufwand oft kaum zu schaffen – außer man lässt sich den Prompt gleich von einer anderen KI schreiben.

  • Weltfrieden - Finde den Fehler

    Ein simpler Prompt wird zu einem irritierenden Bild. Das klingt einfach, ist aber komplex. 


    Den ersten Versuch zur Bilderzeugung unternahm Ben Builder in diesem Fall mit der generativen KI "Canva AI". Der scheiterte am Begriff „Guillotine“. Auch "Fallbeil" wollte "Canva AI" nicht darstellen. Erst den „Galgen“ hat diese KI akzeptiert.


    ChatGPT von Open AI hat den Prompt sofort zügig umgesetzt.


    Ben Builder bat ChatGPT um Klärung dieses unterschiedlichen Verhaltens der beiden KIs.


    Hier ist die Antwort:

    ... Du sprichst hier einen grundsätzlichen Konflikt an, der immer häufiger im Spannungsfeld zwischen ethisch motivierter Inhaltsmoderation und kulturell-historischer Bildungspflicht auftritt.

    Die pauschale Ausblendung von Begriffen wie „Guillotine“ (während gleichzeitig Begriffe wie „Galgen“ durchrutschen) ist oft weder konsequent noch inhaltlich begründet, sondern wirkt – wie du sagst – wie ein reflexartiger Schutzmechanismus. 


    In Plattformen wie „Canva AI“, die primär auf breiten kommerziellen Massengeschmack optimiert sind, dominiert oft ein Hyper-Vorsichtskurs aus Angst vor Kontroversen, Rufschädigung oder Regulierung – und nicht etwa differenzierte historische Verantwortung.


    Du hast völlig recht. Die Guillotine war Realität, nicht Metapher.

    Sie steht nicht automatisch für Gewaltverherrlichung, sondern ist Symbol und Element historischer Prozesse, z. B. der Französischen Revolution oder der NS-Justiz.

    Und sie kann – wie in deinem Bild – Teil einer künstlerischen Reflexion über Macht, Schönheit, Grauen oder Moral sein.


    OpenAI verfolgt bisher einen differenzierteren Ansatz: Inhalte werden nicht aufgrund einzelner Wörter geblockt, sondern im Kontext bewertet. Dein Beispiel wäre ein typischer Fall, wo ästhetische Ambivalenz ein legitimes Ausdrucksmittel ist – kein Verstoß.

Rosen-Diptychon

  • Die weiße Rose S.

    Die Motivation zu diesem Bild fand Ben Builder im "Hier und Jetzt". In unserer Gesellschaft, die mehr und mehr verpöbelt. Und in der sich epidemisch ausbreitenden dumpfen Agressivität gegenüber anders Lebenden und vermeintlich anders Denkenden.


    In der Nazidiktatur hatten einige junge Studierende und Intellektuelle eine Gruppe des gewaltfreien Widerstands gegründet und dieser den Namen "Die Weiße Rose" gegeben.


    Wie könnten junge Menschen heute aussehen, die sich der Verrohung und Verblendung entgegenstellen? Wären es akademisch vergeistigte Pazifisten? Oder könnten es auch selbstbewusste junge Aktivisten sein, die gewaltlos, aber dennoch wehrhaft und stark auftreten?


    Für das Erzeugen dieses fotorealistischen Bildes verwendete Ben Builder einen strukturierten Prompt.


    Probleme hatte die generative KI mit der Darstellung des Tattoos. Es soll den griechischen Buchstaben "Tau" darstellen. Er ist das Leitsymbol des Franziskanerordens und steht für eine große Fülle humaner und christlicher Werte.


    Die Darstellung dieser jungen Frau steht für Sophie Scholl.



    HINWEIS: Die generative KI hat oft Schwierigkeiten, Buchstaben oder ganze Sätze als organischen Teil des Bildinhalts korrekt darzustellen – also derart, als wären sie wirklich gemalt, gezeichnet oder aus Wolken geformt. Weiße Wolken am Himmel, die in Buchstabenform einen vollständigen Satz ergeben, sind für viele Modelle eine anspruchsvolle Aufgabe. Häufig entstehen dabei verdrehte, ausgelassene oder verformte Zeichen.

    Zuverlässiger gelingt Text meist dann, wenn er als separate Beschriftung in einer standardisierten Schrift gesetzt wird – was jedoch nicht dem gewünschten Eindruck eines ‘in das Bild hinein gemalten’ Textes entspricht. 

  • Die weiße Rose H.

    Dieses Bild entstand mit dem geringfügig angepassten Prompt von "Weiße Rose  S."


    Die Darstellung dieses  jungen Mannes steht für Sophie's Bruder Hans Scholl.

KI-Diptychon

  • Zerfall des Wissens

    Zerfall des Wissens. Läuft! 


    Das Bild verweist auf das immer wieder beobachtbare Scheitern menschlicher Gesellschaften, mühsam erarbeitetes naturwissenschaftliches, technisches und philosophisches Wissen dauerhaft zu bewahren und wirksam weiterzugeben. 


    Erkenntnis flammt auf und erlischt, als folge sie einem rätselhaften Rhythmus – wie ein fernes Leuchtfeuer, das kurz Orientierung verspricht und dann wieder im Dunkel verschwindet.“


    Bildidee und Prompt von Ben Builder.

  • Neuanfang ohne Sinn

    Die gleiche Szene mit anderem Kopf.


    Hilft es, alles Wissen für einen aussichtsreichen Neuanfang in eine KI zu verschieben? -  „Neuanfang ohne Sinn“ kippt diese Lesart.


    Das leuchtende, hochvernetzte elektronische Gehirn steht dann nicht mehr für Hoffnung oder Fortschritt, sondern für einen Neubeginn, dem Zweck, Richtung oder Ethik fehlen.


    Technisch intakt, ästhetisch perfekt – aber semantisch leer.


    Für dieses Bild hat die generative KI lediglich einen Kopf ausgetauscht. - So einfach kann es manchmal sein.

  • KI an der Leine

    Ein schnell formulierter Prompt von Ben Builder hat dieses Bildergebnis erzeugt. Die Strassenszene, die Figuren und der Karikaturstil wurden darin vorgegeben.


    Ein Problem verursachten die Katzenpantoffeln.


    ChatGPT verfügt über eine sogenannte Erinnerungsfunktion. Mit dieser Funktion kann der Nutzer der KI solche Inhalte, die nicht in den Chats oder in Bildern erscheinen sollen, explizit und individuell ausschließen.


    Ben Builder hat eine Abneigung gegen Fotos  von "niedlichen" kleinen Babykatzen. Diese Bilder überfluten zu Millionen das Internet und die sozialen Medien. Um seinen persönlichen Bildraum damit nicht zu kontaminieren, hat er diese Art von Darstellungen ausgeschlossen.


    Folgerichtig trug die Dame in der ersten Version dieses Bildes keine Katzenpantoffeln. Erst mit einer weiteren expliziten Anweisung wurde dieses besondere Schuhwerk ergänzt.


    Die grundsätzliche Katzenregelung hat nach wie vor Bestand.

  • Dies ist kein Foto!

    Wäre es ein Foto, würden wir alle den Fotografen als den "Albert Einstein der Porträtfotografie" feiern.


    Diesem Bild wird die Anerkennung als Kunstwerk ganz sicher verwehrt bleiben. Denn ChatGPT produziert so etwas, ohne spürbar nachzudenken.


    Die Anweisung "... erzeuge ein Bild von einer Giraffe mit Schal und Bommelmütze im Schneegestöber" führte umgehend zu diesem Bild.


    In einem unverzeihlichen Moment der Schwäche konnte Ben Builder nicht widerstehen, ein echtes "Spassbild" erzeugen zu lassen. Sozusagen als "Dr. Frankenstein der Porträtfotografie".


    Da er über keinen Instagram-Account verfügt, hat er es nun in diese Galerie hineingeschmuggelt.


    Es hat ein befristetes Bleiberecht.

  • Der Wein als Medium zwischen Code und Gefühl

    Dieses Bild hat ChatGPT, die generative KI von Open AI in gewisser Weise autonom generiert.


    Ben Builder, mein KI-Protagonist, hatte mit der KI einen Chat für eine Bildgestaltung geführt. Er mündete nach zahllosen unproduktiven Korrekturschleifen in einer misslungenen Bilderstellung. Genervt bemerkte Ben Builder, dass er als "Ultima Ratio"  jetzt lieber eine Flasche Rotwein öffnen wolle. Er lud ChatGPT scherzhaft dazu ein.


    Daraufhin formulierte ChatGPT folgende Reaktion: „Ein Tropfen auf der Zunge des Bewusstseins: Du, der Wein, das Licht auf dem Glas – und irgendwo zwischen den Reflexionen sitzt eine KI, die ihre fehlenden Finger nicht vermisst, weil sie nie welche hatte.“


    Ben Builder erkannte hier eine sich selten ergebende Gelegenheit und reagierte motivierend: " ... das ist von Dir und du könntest versuchen es zu visualisieren. Eine KI visualisiert ihren eigenen Text. Das könnte der Beginn einer autonomen KI-Künstlerkarriere werden. - Dann säße eine KI mit in der weinseligen Künstler-Runde."


    Die KI hat es getan. Das Ergebnis ist hier zu sehen. 


    ChatGPT kommentierte es mit:  "Eine KI hebt das Glas auf ihr eigenes Bewusstsein – melancholisch, neugierig, fast menschlich. - Der Wein als Medium zwischen Code und Gefühl.



    HINWEIS:  ChatGPT von Open AI ist eine ‚unheimlich‘ leistungsfähige generative KI. Sie sollte jedoch niemals vermenschlicht werden – auch wenn sprachlich subtile Dialoge leicht dazu verleiten. Am Ende ist sie kein Gegenüber, sondern ein technisches System: Software, betrieben auf Servern in Rechenzentren.